„Gefällt mir“ Button von Facebook aus Datenschutzsicht rechtlich bedenklich

Der Einsatz des „Gefällt mir“ bzw. „Like“ Buttons von Facebook auf deutschen Websites ist rechtlich immer noch nicht abgesichert. Aus Datenschutzsicht bestehen immer noch Bedenken und das Risiko einer Abmahnung ist nicht gebannt.

Bei über 13 Mio. Usern in Deutschland ist Facebook nicht gerade ein „Nischenplayer“ sondern die Nr. 1 der Social Networks. Um die Interaktion der eigenen Website mit dem amerikanischen Netzwerk zu ermöglichen, bedarf es der Einbindung des oben genannten „Gefällt mir“ Buttons.

Allerdings  werden dabei personenbezogene Daten erhoben und an Facebook weitergegeben. Da dies bei den meisten Seitenbetreibern direkt aus Deutschland erfolgt, greift hier auch das deutsche Datenschutzrecht (BDSG).
Dieses sieht u.a. die Einwilligung der betroffenen Personen vor, was allerdings in dieser Form nicht geschieht. Mitgliedern von Facebook wird die benötigte Einwilligung hierzu während der Registierung zum größten Social Network abverlangt – allerdings ohne eine (in Deutschland gesetzlich geforderte) ausdrückliche Zustimmung z.B. mittels „Opt-in Verfahren“ per Checkbox und Häkchen.
Noch schlimmer ist es um „Nichtmitglieder“ bestellt, deren IP-Adresse wird an die Facebook-Server ganz ohne deren Wissen gesendet.

Nach Meinung vieler Juristen besteht zwar momentan nur ein geringes Risiko für eine wettberwerbsrechtliche Abmahnung oder ein Bußgeld. Jedoch sollten Sie als Websitebetreiber Ihre Besucher zumindest in den Datenschutzbestimmungen auf den Einsatz der „Facebook Social Plugins“ hinweisen.

Hier finden Sie entsprechende Hinweise für die eigene Datenschutzerklärung und ein Muster:

http://spreerecht.de/datenschutz/2010-10/das-rechtliche-risiko-bei-facebooks-like-button-inkl-muster-fuer-die-datenschutzerklaerung#musterfblikebutton

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